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Planungsbüro für Metallbaukonstruktionen

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FAQ:

Warum sollte ein Metallbaubetrieb Planungsaufträge an ein externes Büro
vergeben?

Die Antwort darauf ist einfach und plausibel:

Viele meiner Kunden suchten in der Vergangenheit vergebens nach einem
oder mehrere gut ausgebildete und erfahrene Metallbautechniker.
Leider ist das Personalangebot auf diesem Markt sehr eingeschränkt, so
dass in Spitzenzeiten auf ein externes Planungsbüro
zurückgegriffen werden muss, um die laufenden Aufträge noch
termingerecht abarbeiten zu können.

Dieser Umstand kann einem Metallbaubetrieb jedoch auch Vorteile bringen:
1. Klare Kostenabgrenzung für die technische Bearbeitung.
2. Externe Mitarbeiter
- verursachen keine Lohnnebenkosten.
- benötigen keinen gestellten Arbeitsplatz.
- erhalten keine Gehaltszahlungen im Krankheitsfall.
- bringen ihre eigenen Betriebsmittel mit in den jeweiligen Auftrag ein.
- haben keinen Urlaubsanspruch.
- sind im Schadensfall abgesichert durch eine Berufshaftpflichtversicherung.

Rechnet man diese Lohnnebenkosten der eigenen Mitarbeiter gegen den
Stundensatz eines freiberuflich tätigen Technikers auf,
so muss sich ein Auftrag dadurch nicht zwangsläufig verteuern.

Berücksichtigt man den Umstand, dass freiberuflich tätige Techniker für
viele unterschiedliche Firmen arbeiten, kann das Wissenspotenzial
dieser Fachkräfte auch sehr nützlich sein, da im eigenen Betrieb oft
eingefahrene Strukturen selten durchbrochen werden.

Als Techniker wird man oft mit konstruktiven Problemen konfrontiert, die
ergonomische Lösungen in der Produktion, der Materialbeschaffung
und der Montage verlangen. Durch den großen Erfahrungsschatz, den man
durch die Zusammenarbeit mit vielen Firmen sowie deren unterschiedlichen
Arbeitsweisen sammeln
konnte, ist man in der Lage, kurzfristig auf bewährte Lösungsansätze
zurück greifen zu können.

Viele meiner Kunden profitieren gern von diesen, teilweise
unkonventionellen Lösungen mit alternativen Materialien, die im eigenen
Betrieb vielleicht nicht entstanden wären.

Vielleicht werden von Metallbaubetrieben sogar lukrative Aufträge nicht
angeboten, weil das Personal für komplizierte Objekte nicht
vorhanden ist, oder über zu wenig Erfahrung verfügt. Das muss nicht
sein. Es zeigt sich immer wieder, dass bei komplizierten Objekten
weniger Bieter mit höheren Gewinnspannen sich um diese Aufträge bewerben.
 


Warum sollte ein Metallbaubetrieb Geld für Planungskosten ausgeben?

Es gibt Betriebe, die in ihren Aufträgen keine Planungskosten mit
einrechnen. Die Konstruktionen werden dann oft nur skizziert, gefertigt
und nach diesen Skizzen montiert. Man spart durch diese Arbeitsweise
natürlich die Planungskosten ein und kann preiswerter anbieten.

*Eine solche Auftragsbearbeitung kann gefährlich und auch teuer werden,
weil *
- man im Streitfall keine genehmigte und beweissicheren Zeichnung(en)
vorweisen kann.
- eine auszuführende Werk- und Montageplanung oft Auftragsbestandteil
ist und es bei nichtvorlage zu Preisabzügen kommt.
- angrenzende Gewerke nicht mit der eigenen Konstruktion koordiniert
werden können.
- ohne eine exakte zeichnerische Aufmassauswertung eventuelle
Aufmassfehler nicht aufgedeckt werden.
- man selbst die Passgenauigkeit der eigenen Konstruktion im Bezug zum
Baukörper nicht prüfen kann.
- man nicht in der Lage ist, Zeichnungsdateien auf kurzem Wege
auszutauschen, weder mit dem Architekten, noch mit Zulieferfirmen.
- im Falle einer Reklamation nicht auf Planungsunterlagen
zurückgegriffen werden kann.

Diese vorgenannten Risiken sind mit einer aussagekräftigen Werk- und
Montageplanung vermeidbar.
 


Mit einer Programmapplikation in meiner Metallbaufirma spare ich einen
Techniker ein.

Das stimmt so nicht ganz!

Viele Programmapplikationen sind weniger auf die komplette Konstruktion
ausgerichtet, als vielmehr auf die Materialauszüge, Stücklisten, Glasauszüge
und die Ansteuerung von Bearbeitungszentren. Sicherlich ist es mit
diesen Zusatzprogrammen leicht möglich, in kurzer Zeit ein komplexes
Element zu
generieren. Aufsatzlösungen für CAD Programme bieten auch eine
Sicherheit, wenn es um Glas- und Bestell-Listen geht.

*Die Eigentliche Arbeit in der Technik fängt aber erst dort an, wo ein
Element endet*, nämlich am Bauanschluss. Gerade bei den Bauanschlüssen
entstehen die meisten Fehler, da jeder Anschluss so individuell ist, wie
der dazugehörige Baukörper.
Leichtsinnige Fehler, die durch eine unvollständige Planung in den
Bauwerksanschlüssen entstehen, ziehen oft unkalkulierbare Kosten nach sich,
wenn es zum Sanierungsfall kommt. Eine Bauabnahme wird dann in Teilen
oder auch komplett verweigert, da verdeckt liegende Mängel befürchtet
werden.

*Ich kann aufgrund meiner praktischen Erfahrung nur dringend davon
abraten, mit reinen Elementzeichnungen, ohne Bauwerksanschlüsse, einen
Auftrag zu bearbeiten. *Man wiegt sich mit diesen Elementzeichnungen,
falls sie überhaupt genehmigt werden, in einer trügerischen Sicherheit.
Bedingt durch die fehlenden Bauanschlüsse
würde sich der Freigabevermerk lediglich auf den dargestellten Inhalt
beziehen, also das eigentliche Element, jedoch nicht auf Montageebenen,
Andichtungen, Dämmungen u.s.w.

Bei Stahlkonstruktionen ist es notwendig und sinnvoll, alle
konstruktionsrelevanten Angabe aus der statischen Berechnung zu
übernehmen, da nicht nur die Fertigung diese
Angaben benötigt, sondern auch der Prüfstatiker, der ohne diese Angaben
ihre eingereichten Konstruktionen *nicht freigeben wird*.
 


Falls Sie nun einige Ihrer Argumente wieder erkannt haben, sollten Sie
sich Zeit zum Nachdenken nehmen.


Haben Sie sich nun dazu entschlossen, Planungsleistungen von einem Ihrer
Aufträge an ein externes Planungsbüro zu vergeben, so sind einige
wichtige Punkte zu beachten:
- Klären Sie vorab, wie umfangreich die technische Bearbeitung erfolgen
soll. Reicht eine komplette Zeichnung oder soll das Material bis zur
letzten Schraube extrahiert werden?
- Vergeben Sie Aufträge rechtzeitig. Die wenigsten guten Planungsbüros
warten neben dem Telefon auf Aufträge. Zeitnot ist der Feind einer
sorgfältigen Planung!
- Bestimmen Sie einen Ansprechpartner für einen externen Planer im
eigenen Betrieb um technische Klärungen und Rückfragen zu erleichtern.
- Stellen Sie die auftragsrelevanten Unterlagen rechtzeitig und
komplett zusammen. Dazu zählt auch Ihr Zeichnungskopf im CAD fähigem
Dateiformat (DWG oder DXF).
- Äußern Sie Wünsche bezüglich der zu verwendenden Materialien
rechtzeitig, so dass diese in die Planung übernommen werden können.
- Nicht jeder Betrieb verfügt über einen kompletten Maschinenpark.
Klärungen bezüglich von Kantlängen, Stanzwerkzeugen für Langlöcher,
Elementgrößen u.v.m. sollten vorab erfolgen.
- Geben Sie Korrekturwünsche rechtzeitig bekannt, nicht erst dann, wenn
die komplette Planung kurz vor der Fertigstellung steht.

Bitte immer daran denken, Metallbaubetrieb und Planer müssen sich in
ihrer Arbeitsweise aufeinander abstimmen. Manchmal sind dazu mehrere
Aufträge nötig,
wenn beim ersten Auftrag nicht alles auf Anhieb gleich reibungslos läuft.

Wer viel Arbeitet, macht auch mal einen Fehler, entweder in der Planung,
der Fertigung oder bei der Montage. Niemand arbeitet auf Dauer
fehlerfrei, aber man arbeitet immer
miteinander und niemals gegeneinander. Hält man sich an diese einfache
Regel, so hat man auch bei einem externen Planer einen zuverlässigen
Parter, der Ihrem
Betrieb auch in Notsituationen gern zur Seite stehen wird.

Als seriöser Planer stelle ich meinen Kunden niemals kleine zusätzliche
Arbeiten in Rechnung. Im Gegenzug erwarte ich dann aber auch, dass nicht
gleich ein
fehlender Geländerfüllstab oder eine zuviel bestellte Schraube
reklamiert wird.



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